Brother Island / Kleiner Bruder

Beim Kleinen Bruder ankern die Boote über dem Südplateau oder an der Westseite.
 
Erfahrene Taucher können den Kleinen bei guten Bedingungen umrunden, allerdings können sie dann keines der Highlights dieses Platzes wirklich würdigen. Die Ostseite ist mit Hartkorallen bewachsen und berühmt für ihre ausufernden Gorgonenfelder mit oftmals über-Taucher großen Spannweiten. In diesen Fächerkorallen leben einige LangNasenBüschelBarsche.
 
Von der Nordspitze bis zum Südplateau fällt die Wand der Ostseite steil ab, wer den kleinen Saum findet, taucht eindeutig zu tief. Großfisch patrouilliert immer im Blauwasser, oft begleiten Graue Riffhaie den Taucher auf dem Weg von Norden bis zu den Gorgonien. Hier trifft man gelegentlich Hammerhaie und Fuchshaie.
 
Die Steilwand der Westseite ist zerklüftet, von kleinen Grotten durchzogen und mit Überhängen geschmückt. Hier dominiert die Farbenpracht von Weichkorallen, rote und schwarze Korallen bieten unzähligen Fahnenbarschen Schutz. Diese Seite wirkt unwirklich und lädt dazu ein, den Makrokosmos der Korallenfauna zu entdecken. Nicht nur Hai-Liebhaber, auch Nacktschnecken-Fetischisten kommen gerade auf der Westseite des kleinen Bruders auf ihre Kosten.
 
Zwei kleine Korallennasen/Plateaus in ca. 25m und 40m Tiefe machen das Nordplateau aus. Diese Nasen dienen Haien und Mantas als Putzerstation und die hier sehr regelmäßigen Haibegegnungen machen sicher einen Teil des Mythos der Brothers aus. Mitunter herrschen hier aber sehr starke, sich blitzschnell ändernde Strömungen.
 
Am Ankerplatz der Boote im Süden fällt das Riff steil bis 40m ab und geht dann in schnell abfallenden Sandgrund über. Fuchshaie und Graue Riffhaie patrouillieren hier sehr oft. Im höheren Riffbereich steht sehr standorttreu eine Schule von Scharz-Weiß-Schnappern. Außerdem gibt es noch eine Putzerstation im Flachwasserbereich, die sehr häufig von einem alten Barrakuda besucht wird.